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Montag, 6. Februar 2012

 
 

 

 

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Was ist die Europäische Union?
...die Europäer in Vielfalt vereint!

Die Europäische Union (EU) besteht gegenwärtig aus 27 Mitgliedstaaten. Diese haben sich die Wahrung des Friedens und dem Streben nach Wohlstand verschrieben. Die EU ist der größte Zusammenschluss von Staaten der Welt: Ca. 500  Millionen Europäer wollen gemeinsam die Herausforderungen unserer Zeit bestehen.

Die Europäische Union ist eine in der Welt einzigartige Organisation. Sie versteht sich nicht als ein neuer Staat. Dennoch sind ihre Kompetenzen, welche die Mitgliedstaaten Schritt für Schritt an die europäische Ebene abgetreten haben, weitreichender als die jeder anderen internationalen Organisation. Fragen von europäischer Tragweite können so auf europäischer Ebene demokratisch entschieden werden.

Europa ist ein Kontinent mit vielen unterschiedlichen Traditionen, Sprachen und Werten. Hauptziel der Europäischen Union ist eine immer engere Zusammenarbeit zwischen den Völkern Europas, in der politische Entscheidungen so bürgernah wie möglich getroffen werden.

Historisch gesehen war die Entstehung der heutigen Europäischen Union die Folge des Zweiten Weltkrieges. Eine Integrationsbewegung sollte verhindern, dass Krieg und Zerstörung Europa jemals wieder heimsuchen. Robert Schumann, damaliger französischer Außenminister, sprach sich in seiner Rede vom 9. Mai 1950 als erster Politiker öffentlich für eine Zusammenarbeit auf solidarischer Grundlage aus. Dieses Datum gilt als Geburtstag der heutigen EU.

Zu Beginn einigten sich die Regierungen von Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien, Luxemburg und Holland im Jahr 1952 auf die erste Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Da aber mit dieser "Montanunion" lediglich ein begrenzter Wirtschaftsbereich zusammengefasst wurde, beschloss man nach einigen Jahren, eine umfassendere wirtschaftliche Organisation zu schaffen. So entstanden 1957 die sogenannten "Römischen Verträge", nämlich die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft.

Obwohl bei diesen Zusammenschlüssen die wirtschaftliche Integration zur Triebfeder des Einigungsprozesses wurde, hatten die Gründer der EWG langfristig durchaus die politische Einigung im Auge. Mit dem Vertrag von Maastricht (1992) und dem Vertrag von Amsterdam (1997) sind die europäischen Staaten diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen. Am 1. Mai 2004 traten die Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern der Europäischen Union bei und am 1. Januar 2007 sind nach einem EU-Beschluss unter strikten Auflagen auch Bulgarien und Rumänien in die Europäische Union aufgenommen worden. Der Status des offiziellen Beitrittskandidaten wurde 2005 Mazedonien, 2004 Kroatien und 1999 der Türkei verliehen.
 
 
 
© 2012 Hans-Peter Mayer MdEP