Hinter dem Stichwort Missionen verbergen sich etwa Wahlbeobachtungsmissionen. Einzelne Delegationsmitglieder werden in unregelmäßigen Abständen zu den international organisierten Wahlbeobachtungsmissionen entsandt.
So war Hans-Peter Mayer im Herbst 2002 bei den Parlamentswahlen in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedonien als Wahlbeobachter unterwegs. Diese Mission wurde von der Europäischen Union zusammen mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und der NATO durchgeführt. Etwa 800 Wahlbeobachter wurden in kleineren Gruppen auf die Wahllokale im gesamten Land verteilt. Vor Ort ist dann zu prüfen, ob der Wahlverlauf im Wesentlichen den demokratischen Gepflogenheiten entspricht. Ein Wahlbeobachter kann nicht bestimmen, ob ein individueller Wahlvorgang gültig oder ungültig ist. Seine Aufgabe besteht in der Beobachtung und der anschließenden Berichterstattung an die Leitung der Wahlbeobachtungsmission. Durch die Präsenz von Wahlbeobachtern in den einzelnen Wahllokalen kann jedoch größtenteils sichergestellt werden, dass die Durchführung einer Wahl vor Ort ordnungsgemäß verläuft.
Zum Abschluß einer Wahlbeobachtungsmission werden die Beobachtungen der einzelnen Wahlbeobachter in einem Gesamtbericht zusammengefaßt. Das abschließende Urteil, ob eine Wahl frei und fair war, hat je nach Land eine große politische Bedeutung.